Die Living Soil Journey ist zurück aus der Sommerpause!

Ab dem 15. September beginnen unsere fünf nächsten digitalen Dialoge zu Themen wie Biodiversität, Tierwohl, Landwirtschaft 4.0 und Bodenverantwortung.

Wir möchten erneut Raum geben für einen lösungsorientierten, offenen Austausch zu relevanten Themen und Zusammenhängen und laden alle Interessierten – ob Konsument:in, Expert:in, Landwirt:in, Entscheider:in oder Initiative – herzlich dazu ein, eine lebenswerte Zukunft mitzugestalten.

Registriere dich hier einfach und unverbindlich online und begebe dich mittwochs von 18:00-19:30 mit hunderten Gleichgesinnten auf die Living Soil Journey. Natürlich kannst Du auch nur auszugsweise an einem oder mehreren Dialogen teilnehmen – die Registrierung bringt keine Verpflichtungen mit sich und auf Wunsch bleibst du im Dialog anonym.

Living Soil Journey

15. September 2021: 18:00 - 19:30 Uhr

Lebensraum Landwirtschaft: Gesunde Böden für mehr Artenschutz

Laut Umweltbundesamt leben deutlich mehr Organismen unter als auf der Erde! Sie alle erfüllen in einem hochkomplexen Netzwerk ihre Funktion. Durch die sog. Flurbereinigung wurden aus kleinteiligen, artenreichen Kulturlandschaften jedoch vielerorts eintönige und strukturarme Äcker.

Die Natur selbst bringt keine Monokulturen hervor und bleibt ständig in Bewegung: Ein ökologischer Ansatz erkennt und integriert das Wechselspiel von Insekten, Kräutern, Mikro-Organismen, Pflanzen und Tieren - Studien zeigen, dass der Erhalt von Vielfalt schließlich die Resilienz, Qualität und Quantität der Ernte verbessert.

In diesem Dialog suchen wir nach Wegen, um Nischen und Natürlichkeit wieder auf und an die Äcker zu bringen. “Unwirtschaftliche” Brachen, Blühflächen oder Hecken müssen sich durch entsprechende Förderung und Aufklärung wieder lohnen für Landwirt:innen.

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22. September: 18:00 - 19:30 Uhr

Nutztierhaltung und Klimaschutz: Von weniger Fleischkonsum bis zu wertschätzender Haltung

Die Wende für eine wertschätzende Nutztierhaltung ist überfällig. Dennoch ist die Massenhaltung von tausenden Schweinen, Hühnern, Rindern auf engem Raum in Deutschland immer noch Alltag. Fleischärmere Ernährung ist schließlich ein Plus für den Planeten: Weniger Emissionen durch Viehhaltung, weniger Zerstörung von Ökosystemen, die für den Anbau von Tierfutter weichen müssen. Auf der anderen Seite ist die methanausstoßende Kuh nicht per se ein Übeltäter, denn mit der richtigen Haltung können viele Nutztiere die Boden- und Pflanzenpflege unterstützen.

Weitere Fragen in diesem Dialog: Wie stehen die Chancen für verbesserte Transparenz und Tierschutz in der Lieferkette? Welche neuen Ansätze für hochwertige und regionale Fleischproduktion gibt es? Welche Proteinquellen alternativ zum Tierfleisch bieten sich an? Mit vollem Bewusstsein, dass dieser Dialog sich mit kontroversen Themen befasst, bitten wir alle Teilnehmer:innen um möglichst große Offenheit für alle Perspektiven - damit wir alle dazu lernen!

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29. September: 18:00 - 19:30 Uhr

Landwirtschaft 4.0 : Effizienter dank Digitalisierung und neuer Technologien

Wirtschaft im Vordergrund, (gesundes) Land im Nachteil? Bessere Maschinen und Methoden haben die Landwirtschaft immer effizienter gemacht – effizienter auch in der Ausbeutung von Böden, die kaum noch etwas hergeben unter erschwerten Klimabedingungen.

Auf den Menschen kommt es an und was wir mit Technologie bewirken wollen. Denn KI kann mehr, z.B. Gewächshäuser automatisieren, sodass jede Pflanze individuell versorgt und gepflegt wird. Oder mittels Drohnen Äcker analysieren und aus der Luft gezielter bepflanzen. Wenn wir Lieferketten tracken, um überschüssige Lebensmittel zügig an andere Abnehmer zu vermitteln können wir so den Klimakiller der Lebensmittelverschwendung stoppen

Weitere Themen: Wie kann Biomasse, die als Abfallprodukt in der Landwirtschaft anfällt, etwa als Pflanzenkohle weiterverwendet werden? Was steckt hinter sog. "Carbon Removal Technologien" und wie hilft uns die "synthetische Biologie" weiter?

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06. Oktober 2021: 18:00 - 19:30 Uhr

Recht auf Boden: Wer hat das Land in der Hand? Über Eigentum, Agrarpolitik und Fördergelder

Was sind die strukturellen Weichen und großen Hebel, um Landnutzung zu reformieren und gesunde Böden zu erhalten? Die bislang rein flächengebundenen EU-Subventionen begünstigten in den letzten Jahren große Betriebe, heizten die Bodenpreise an und die Intensivierung der Landwirtschaft.

Durch die Reform der “Gemeinsamen Agrarpolitik” (GAP) werden in Deutschland nun immerhin ein Viertel der Direktzahlungen an Umweltleistungen und Artenschutz geknüpft. Ähnlich wie bei der Energiewende können Politik, Förderrichtlinien und Rahmengesetze ganze Branchen aufblühen oder eingehen lassen.

Der weitergehende Flächenfraß, auch durch Wohnungs- und Städtebau, braucht Grenzen, um die Vielfalt der Böden zu erhalten. Und: Böden brauchen Schutz vor rein kapitalgetriebenen Investor:innen, die sie zum Spekulationsobjekt abwerten, ohne deren Wert für das Gemeinwohl zu erhalten.

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Gemeinsame Ernte: Was nehmen wir mit?

13. Oktober 2021

Abschluss & Ausblick

Acht Online-Dialoge mit viel Input und Austausch liegen hinter uns. In diesem Finale fassen wir die Erkenntnisse zusammen und schauen voraus: Die Community der "Living Soil Journey" definiert ihre nächste Etappe auf dem zum "Living Soil Camp" im Sommer 2022.

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