Digitale Dialoge: Diskutieren und gestalten

Acht Dialoge für bessere Böden und die Ernährung von Morgen

Sei dabei und triff mit anderen Interessierten und Engagierten auf Startups, Politik, Landwirt:innen und Wissenschaft. Gemeinsam suchen wir neue Lösungen für eine regenerative Zukunft! Oder steig jederzeit ein ins laufende Bootcamp von 14. - 18. Juni fasst alle Erkenntnisse zusammen und vernetzt dich mit potenziellen Team-Mitglieder:innen und Expert:innen.

Living Soil Journey

19. Mai 2021: 18:00-19:30 Uhr

Gesunde Böden, gesunder Planet: Landwirtschaft und Moore als Schlüssel für Klima- und Artenschutz

Klimaschützer, Lebensraum, Nahrungsspender: Im Boden liegt die Antwort. Gesunde, fruchtbare Böden bringen Kohlenstoff zurück in die Erde, halten und reinigen das Wasser und sind Lebensraum für Milliarden Lebewesen.
Stirbt der Boden, sinken auch unsere Chancen gegen Klimakrise und Artensterben dramatisch. Bereits drei Viertel der vormals fruchtbaren Böden der Welt sind ausgelaugt, rund 12 Million Hektar - die Ackerfläche Deutschlands - verliert die Welt jedes weitere Jahr.
Unsere Expert:innen zeigen, wie es anders geht! Durch Methoden wie Agroforstwirtschaft, “Carbon Farming” oder die Wiedervernässung von Mooren können wir Böden regenerieren, die Qualität gesunder Ernährung wiederherstellen und Erträge auf lange Sicht verbessern.
Egal ob Expert:in oder engagiert, aus Praxis, Politik oder Forschung - wir freuen wir uns sehr auf deine Teilnahme und Ideen!

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Living Soil Journey

26. Mai 2021: 18:00 - 19:30 Uhr

Vom Feld auf den Teller: Wahre Preise, transparente Lieferketten und ein neuer Deal zwischen Erzeuger:innen und Verbraucher:innen

Faire Löhne und mehr Qualität statt Ausbeutung und Massenware: Gutes Essen hat seinen Preis. Beim sogenannten “True-Cost-Accounting” fließen zudem die Kosten der Umweltbelastung mit ein. Gesunde Ernährung wird so auch zur Einkommens- und damit Gerechtigkeitsfrage. Und eine Frage der Perspektive: In vielen Entwicklungsländern liegen die anteiligen Ausgaben für Essen weit über dem, was europäische Haushalte für ihre Versorgung ausgeben (wollen).
In diesem Dialog haben wir uns inspirierende Initativen angeschaut. Beim Panel "Wahre und faire Preise" haben Nicolas Barthelmé ("Du bist hier der Chef!"), Christian Hiß (Regionalwert AG) und Dr. Katharina Reuter (Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft) ihre Ideen vorgestellt. Um Transparenz ging es beim zweiten Panel, mit Alexander Berlin (IoF2020), Antoni Hauptmann (OURZ), Johannes Klinglmayr (Linz Center of Mechatronics) und Alexander Piutti (SPRK.global). 

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Living Soil Journey

02. Juni 2021: 18:00- 19:30 Uhr

Alle zu Tisch: So bringen wir mehr Aufklärung, Wertschätzung und Teilhabe in den Foodsektor

Beim Essen spricht man nicht - drüber reden sollten wir aber unbedingt! Über dogmatische Gefechte zwischen Veganer:innen und Fleischesser:innen hinaus brauchen wir neue Räume und frisches Denken, um Ernährung im Ganzen besser zu machen.
Wie schaffen wir Verständnis für die wertvolle Arbeit der Landwirt:innen, wie können Verbraucher:innen mehr erfahren über und auch teilhaben am Prozess? Modelle der solidarischen Landwirtschaft weisen einen Weg – doch wie kommen derlei Ideen noch mehr in die Breite?
Wer mehr weiß, isst gesünder - wer mitmacht, weiß es besser. Hier sprechen wir über neue Kampagnen für gesunde Böden und wie wir mehr Menschen zum Mitmachen bewegen.

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Living Soil Journey

09. Juni 2021: 18:00 - 19:30 Uhr

Bedürfnisse der Landwirt:innen: Wie die Umstellung auf regenerative Anbaupraktiken unterstützt und belohnt werden kann.

“Haben wir schon immer so gemacht” gilt nicht mehr in Hitzesommern, bei ausbleibendem Niederschlag und Jahreszeiten außer Takt. Auch in Deutschland ist der Klimawandel längst spürbar und verlangt Landwirt:innen einiges ab. Zeit zum Umdenken! Viele Methoden für klimaresiliente Bewirtschaftung sind bereits entwickelt, aber noch nicht in der Breite angekommen. “Der:die Landwirt:in als Arten- und Klimaschützer” - für diese neue Rolle müssen Erzeuger:innen nicht nur ausgebildet, sondern auch zusätzlich entlohnt werden. Wie schließlich lassen sich Ökosystemleistungen verlässlich messen und die Produktivität der Flächen halten oder gar verbessern? Unser Expert:innen geben Impulse & Inspiration! 

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Erste Ernte

14. - 18. Juni 2021

Das Summer Bootcamp zur Halbzeit

In diesem Sprintformat bringen wir die besten Lösungen aus den ersten vier Dialogen erneut auf die Bühne. Vernetze dich mit Expert:innen, lerne mehr über systemische Wirkung und die Finanzierung deiner Ideen. 

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Living Soil Journey

15. September 2021: 18:00 - 19:30 Uhr

Lebensretter Landwirtschaft: Gesunde Böden als Lebensraum für Artenschutz zurückbringen 

Laut Umweltbundesamt leben deutlich mehr Organismen unter als auf der Erde! Sie alle erfüllen in einem hochkomplexen Netzwerk ihre Funktion. Durch “Flurbereinigung” wurden aus kleinteiligen, artenreichen Kulturlandschaften jedoch vielerorts eintönige und strukturarme Äcker.
Die Natur selbst bringt keine Monokulturen hervor und bleibt ständig in Bewegung: Ein biodiverser Ansatz erkennt und integriert das Wechselspiel von Insekten, Kräutern, Mikro-Organismen, Pflanzen und Tieren - Studien zeigen, das der Erhalt von Vielfalt schließlich die Resilienz, Qualität und Quantität der Ernte verbessert.
In diesem Dialog suchen wir nach Wegen, um Nischen & Natürlichkeit wieder auf und an die Äcker zu bringen. “Unwirtschaftliche” Brachen, Blühflächen oder Hecken müssen sich durch entsprechende Förderung & Aufklärung wieder lohnen für Bauern.

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22. September: 18:00 - 19:30 Uhr

Kuhschutz ist Klimaschutz: Weniger Fleischkonsum, wertschätzende Haltung - Tiere in der Landwirtschaft

“Tiere essen” ist out, Fleischersatz-Produkte der neue Hype auch an den Börsenmärkten. Die Wende für mehr Tierwohl ist überfällig, denn die Massenhaltung von tausenden Schweinen, Hühnern, Rindern auf engem Raum ist in Deutschland immer noch Alltag.
Weniger Fleisch ist schließlich auch ein klares Plus für den Planeten: Weniger Emissionen durch Viehhaltung, weniger Zerstörung von Ökosystemen, die für den Anbau von Tierfutter weichen müssen. Auf der anderen Seite ist die methanausstoßende Kuh nicht per se ein Übeltäter, denn mit der richtigen Haltung sorgen Schafe, Pferde, Rinder usw. für Boden- und Pflanzenpflege, etwa beim Ansatz des “holistischen Weidemanagements”.
Wir fragen: Wie kann sich eine pflanzenbasierte Ernährung noch stärker in der Breite durchsetzen? Wie stehen die Chancen für verbesserte Transparenz und Tierschutz in der Lieferkette? Welche neuen Ansätze für hochwertige und regionale Fleischproduktion gibt es? Diskutiert mit uns und bringt eigene Ideen und Impulse mit!

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29. September: 18:00 - 19:30 Uhr

Landwirtschaft 4.0 : Effizienter & nachhaltiger dank Digitalisierung und neuer Technologien

Wirtschaft im Vordergrund, (gesundes) Land im Nachteil? Bessere Maschinen und Methoden haben die Landwirtschaft immer effizienter gemacht – effizienter auch in der Ausbeutung von Böden, die kaum noch was hergeben unter erschwerten Klimabedingungen.
Auf den Menschen kommt es an - und was wir mit Technologie bewirken wollen. Denn KI kann mehr, z.B. Gewächshäuser automatisieren, sodass jede Pflanze individuell versorgt und gepflegt wird. Oder wenn Drohnen Äcker analysieren und aus der Luft gezielter bepflanzen. Wenn wir Lieferketten tracken, um überschüssige Lebensmittel zügig an andere Abnehmer zu vermitteln und so den Klimakiller der Lebensmittelverschwendung stoppen.
Pionier:innen und Trends der Agri-Tech-Szene lernt ihr in diesem vorletzten Dialog unserer Serie kennen!

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06. Oktober 2021: 18:00 - 19:30 Uhr

Recht auf Boden für Vielfalt: Wer hat das Land in der Hand? Über Eigentumsrechte, Agrarpolitik und Fördergelder

Was sind die strukturellen Weichen und großen Hebel, um Landnutzung zu reformieren und gesunde Böden zu erhalten? Die bislang rein flächengebundenen EU-Subventionen begünstigten in den letzten Jahren große Betriebe, heizten die Bodenpreise an und die Intensivierung der Landwirtschaft.
Durch die Reform der “Gemeinsamen Agrarpolitik” (GAP) werden in Deutschland nun immerhin ein Viertel der Direktzahlungen an Umweltleistungen und Artenschutz geknüpft. Ähnlich wie bei der Energiewende können Politik, Förderrichtlinien und Rahmengesetze ganze Branchen aufblühen oder eingehen lassen.
Der weitergehende Flächenfraß, auch durch Wohnungs- und Städtebau, braucht Grenzen, um die Vielfalt der Böden zu erhalten. Und: Böden brauchen Schutz vor rein kapitalgetriebenen Investor:innen, die sie zum Spekulationsobjekt abwerten, ohne deren Wert für das Gemeinwohl zu erhalten.

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Zweite Ernte

13. Oktober 2021

Abschluss & Ausblick

Acht Dialoge, viel Austausch, neue Ansätze und Lust auf Kollaboration: In diesem Finale fassen wir die Erkenntnisse zusammen und schauen voraus auf den Weg, der noch zu gehen ist. Die "Living Soil Journey" geht in ihre nächste Etappe und wir laden ein zum "Living Soil Camp" im Sommer 2022.

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